Was nach der Fassadendämmung niemand mehr sieht 🏗️
Baustelle Minerwa The Residence, Schindellegi. Aktuell im Fokus: die Anschlussebenen an Fenster- und TĂĽrelementen auf der Attika-Terrasse.
Zwischen Rahmen und Mauerwerk sitzt seitlich und oben Seidenzopf, unten PU-Schaum – Baufeuchtigkeit ist an dieser Stelle immer vorhanden, das muss die Ausführung berücksichtigen.
Der klassische Fehler in der Praxis: Das Winddichtband wird vor den Abdichtungsarbeiten nach unten gezogen statt hochgeklappt. Zieht der Flachdachunternehmer dann den Flüssigkunststoff über das Winddichtband statt darunter, entsteht eine Hinterläufigkeit für Kondenswasser in die Abdichtungsebene. Genau das ist die eigentliche Gefahr.
Das Tückische daran: Solche Schäden zeigen sich meist erst weit nach Ablauf der Garantiefrist – die Ausführung ist nach Montage der Fassadendämmung nicht mehr einsehbar. Wer hier nicht während der Bauphase kontrolliert, kontrolliert nie mehr.
Zweiter Kontrollpunkt beim tragenden Mauerwerk: Die Fugen dürfen gemäss SMGV 15 mm nicht überschreiten. Wird das nicht eingehalten, entstehen beim Gipser Mehrkosten für zusätzliche Entkopplungsbänder – Kosten, die eigentlich vermeidbar wären.
Der Schutz für den Bauherrn liegt in der Prozessdisziplin: eine saubere Anordnung an den Baumeister und eine sorgfältige Übergabeabnahme vom Baumeister zum Gipser mit Checkliste. Genau dort setzt Baucontrolling an.
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